Im Zuge der Eröffnung ordnet Landeshauptmann Markus Wallner die Lage der Baubranche ein: „Die Bauwirtschaft steht weiterhin vor großen Herausforderungen, aber es zeigen sich erste Stabilisierungstendenzen. Klar ist, dass zur Unterstützung des Aufschwungs gewisse Rahmenbedingungen angepasst gehören, insbesondere was den Abbau unnötiger Bürokratie angeht. Deshalb überarbeiten wir derzeit unter anderem das Baugesetz und die Bautechnikverordnung.“
Unter dem Motto „Zuhause im Wandel“ beleuchtet die com:bau zentrale Fragen zu Neubau, Sanierung und Energieversorgung und begleitet BesucherInnen durch aktuelle Veränderungsprozesse. Knapp 180 AusstellerInnen aus Handwerk, Energie, Immobilien und Finanzierung geben Einblick in Entwicklungen ihrer Bereiche. Ein kompaktes Vortragsprogramm ergänzt das Angebot und vermittelt praxisnahes Wissen für alle Phasen eines Bauprojekts.
Kreislaufwirtschaft und natürliche Materialien als Themenschwerpunkt
Die kuratierte Sonderausstellung zum zirkulären Bauen führt BesucherInnen in die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft ein und macht deutlich, wie Gebäude als Materialbanken funktionieren können. Interaktive Stationen veranschaulichen, wie Rückbau, Wiederverwendung und Bestandserfassung ineinandergreifen und welche Rolle diese Ansätze bereits in der Praxis spielen.
Mit „BAUWENDE V“ folgt eine Ausstellung zum Einsatz natürlicher Baustoffe. Sie zeigt, wie Holz, Lehm und Stroh im Neubau und in der Sanierung wirken und welchen Einfluss sie auf Wohnqualität und Energiebedarf haben. Fachleute erläutern Materialien und Prozesse und veranschaulichen in täglichen Vorführungen, wie nachhaltige Bauweisen umgesetzt werden.
Neue Baukonzepte setzen praxisnahe Akzente
Mit TRIQBRIQ, dem Gewinner des Nachhaltigkeitspreises 2025, präsentiert die com:bau ein mikromodulares Massivholzbausystem aus Kalamitäts-, Industrie- und Altholz. Die Bausteine sind vollständig rückbaubar, eignen sich für unterschiedliche Gebäudetypen und ermöglichen flexible Grundrisse.
Eine begehbare Planungssimulation macht auf der Messe räumliche Konzepte unmittelbar erfahrbar. Auf einem Raster von 12 mal 12 Metern entsteht ein Grundriss im Maßstab 1 zu 1, in dem BesucherInnen Wege, Raumgrößen und Proportionen direkt erleben. Fachliche Begleitung unterstützt Entscheidungen bereits in frühen Projektphasen. Ein Lehrlingswettbewerb der HochbauerInnen und InstallateurInnen zeigt handwerkliche Fähigkeiten im direkten Vergleich und macht Ausbildung und Berufsalltag sichtbar.
Unabhängige Beratung zu Planung, Sanierung und Umsetzung
In der com:bau Lounge erhalten BauherrInnen unabhängige Unterstützung für alle Schritte eines Bau- oder Sanierungsprojekts. ExpertInnen prüfen Unterlagen, legen Maßnahmen fest, koordinieren Abstimmungen mit Energieberatung und Baukoordination und begleiten Förderanträge.
Weitere Anlaufstellen vertiefen Fachthemen: Das Land Vorarlberg informiert zur Wohnbauförderung, das Energieinstitut zu Energieeffizienz sowie zu Heizung, Kühlung und Photovoltaik. NotarInnen klären Fragen zu Kaufabwicklung, Grundbuch und Verträgen. Weiterwohnen und der Fachservice für gemeinschaftliche Wohnformen stellen aktuelle Projekte vor. Die Vorarlberger Eigentümervereinigung beantwortet Fragen zu Eigentum, Verwaltung und Bestand. So entsteht ein kompakter Überblick zu Planung, Finanzierung und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Raiffeisen bau:forum als Wissensdrehscheibe der Messe
Das Raiffeisen bau:forum bildet das Zentrum des Informationsangebots der com:bau. Kompakte Vorträge und Gespräche behandeln Sanierungsstrategien, Zeitplanung, Energie- und Heizsysteme sowie PV-Anlagen. ExpertInnen aus Planung, Handwerk, Energieberatung, Recht und Finanzierung erläutern Praxisbeispiele, ordnen Rahmenbedingungen ein und führen durch die Umsetzung eines Bauprojekts. Ein eigener Themenblock widmet sich Fragen der Leistbarkeit und legt dar, wie Förderprogramme in der Praxis wirken und welche Möglichkeiten daraus entstehen.