Rund 9.000 BesucherInnen nutzten die Messe, um sich fundiert zu informieren und geplante Bau- oder Sanierungsvorhaben weiterzuentwickeln. 180 AusstellerInnen präsentierten aktuelle Lösungen für Neubau, Gebäudebestand, Energie- und Haustechnik sowie Immobilien und Finanzierung. Zahlreiche Beratungsangebote direkt an den Ständen halfen vielen BesucherInnen, sich besser zu orientieren, und unterstützten sie dabei, konkrete nächste Schritte für ihre Projekte zu definieren.
Besonders gefragt waren Projekte im Bestand, die weiter an Bedeutung gewinnen. Michael Saler von Hilti & Jehle GmbH beobachtete dies deutlich: „Sanierung wird immer wichtiger. Die MessebesucherInnen kommen mit gezielten Fragen zu bestehenden Gebäuden. Die com:bau schafft dafür eine geeignete Umgebung und ermöglicht es uns, konkrete Lösungen zu zeigen.“
Nach einer anspruchsvollen Marktphase setzt die Branche wieder positive Impulse. Auf der Messe zeigte sich, dass der Immobilien- und Bauträgerbereich erste Belebungstendenzen aufweist. Stabil bleibt der Holzbau, der in zahlreichen Projekten weiterhin eine zentrale Rolle spielt. AusstellerInnen berichteten zudem von konstantem Interesse an nachhaltigen Baustoffen und energieeffizienten Lösungen.
Nilly Nail, Geschäftsführer der Messe Dornbirn, fasst die Entwicklung so zusammen: „Die com:bau 2026 hat einmal mehr gezeigt, dass fundierte Information und individuelle Beratung für Bau- und Sanierungsprojekte unverzichtbar sind.“
Beratung als Kern der Messe
Der Informationsbedarf war in diesem Jahr besonders hoch. Viele BesucherInnen überprüften geplante Vorhaben und suchten Klarheit zu Fördermodellen, technischen Vorgaben und Alternativen im Gebäudebestand.
Harald Berchtold von der Berchtold Zimmerei beobachtete die Entwicklung während der Messe: „Kosten bewegen die BesucherInnen spürbar. In den Gesprächen wird deutlich, dass sich Bauvorhaben auf unterschiedlichen Wegen realisieren lassen. Die com:bau bietet Raum, um das offen zu besprechen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.“
Auch im Bereich Energieeffizienz zeichnete sich ein klarer Trend ab. Umbauten und energetische Weiterentwicklungen rückten verstärkt in den Fokus. Andreas Bickel von EQ-Systems bestätigt diese Nachfrage: „Stromspeicher sind derzeit ein großes Thema. Sinkende Einspeisevergütungen und günstigere Speichertechnik führen dazu, dass HausbesitzerInnen ihre Photovoltaikanlage erweitern oder neu planen, um möglichst viel Strom selbst zu nutzen.“
Netzwerk und Austausch als Stärke
Die com:bau bestätigte in diesem Jahr erneut ihre Rolle als Plattform für fundierte Informationen und direkten Austausch. Zahlreiche BesucherInnen nutzten die Messe, um Projekte gezielt weiterzuentwickeln und geeignete PartnerInnen zu finden. Das Interesse an nachhaltigen und zukunftsfähigen Lösungen war dabei besonders deutlich.
Auch die Ergebnisse der BesucherInnen-Befragung bestätigen diese Entwicklung. Die Messe erreichte eine Durchschnittsnote von 1,74. 95 Prozent empfehlen sie weiter und 88 Prozent planen bereits den Besuch im nächsten Jahr. Alfred Ganahl von Fritz Holzbau beschreibt diese Resonanz so: „Die com:bau ist für uns seit Jahrzehnten eine zentrale Plattform. BesucherInnen kommen mit klaren Bauvorhaben und gezielten Fragen, und der fachliche Austausch auf hohem Niveau macht die Messe für uns besonders wertvoll.“